24 Apr 2019 ID: 165622

Honda Endurance Racing erobert den zweiten Podiumsplatz beim 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans

Honda Endurance Racing erobert den zweiten Podiumsplatz beim 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans

Das Honda Endurance Racing Team kämpfte mit Randy de Puniet, Sébastien Gimbert und Yonny Hernandez beim zweiten Saisonrennen der FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft 2018/2019 um das glanzvolle und heldenhafte Podium des 24-Stunden-Motorradrennens von Le Mans. Das Trio steuerte seine Honda CBR1000RRR Fireblade SP2 zum Podiumssieg. Der Kampf um den Sieg entschied sich jedoch erst in den letzten drei Minuten. Dank des Teams von National Motos Honda #55 (Emeric Jonchiere, Stéphane Egea, Baptiste Guittet) zieht eine weitere CBR1000RRR Fireblade SP2 in die Top-8 ein.

Das Honda Endurance Racing Team sicherte sich bei der 42. Edition des 24-Stunden-Motorradrennens von Le Mans den Sprung aufs Podium. Beim zweiten Saisonrennen der FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft 2018/2019 erkämpften sich Randy de Puniet, Sébastien Gimbert und Yonny Hernandez nach einem zermürbenden 1-Tages-Rennen den zweiten Platz.

Nach der Führung in der Anfangsphase des Rennens löste sich die Heckleuchte und musste samt Schaltung repariert werden. Dies gelang mit einem Zeitverlust von nur knapp über drei Minuten.

Anschließend nahm das Team den Kampf wieder auf und übernahm auf Platz 11 das Rennen. Doch das Fireblade-Trio mit de Puniet, Hernandez und Gimbert gab nicht auf und kämpfte bald nicht nur weiter um die Podiumsplätze, sondern rückte auch zu den Führenden vor.

Selbst ein geringfügiger Unfall de Puniets konnte das Team nicht daran hindern, sich wieder nach oben zu kämpfen. Dabei blieben sowohl de Puniet als auch seine Fireblade SP2 weitestgehend unbeschadet. Infolgedessen konnte er ohne einen zusätzlichen Boxenstopp zielstrebig das Rennen fortsetzen.

In der Nacht verließ sich das Team zumeist auf de Puniet und schickte ihn in jeder zweiten Runde auf die Strecke. Die Entscheidung für den ehemaligen MotoGP-Fahrer erwies sich als richtig und so fuhr er kurz nach 7 Uhr morgens mit 1 Minute und 36,819 Sekunden die schnellste Runde des Rennens.

Das Honda Endurance Racing Team entpuppte sich als das schnellste Team auf der Strecke und holte die infolge der Reparatur und des kleinen Unfalls knapp vier verlorenen Minuten souverän wieder auf. In den Morgenstunden lieferte sich die Fireblade #111 mit ihren Konkurrenten ein unerbittliches Kopf-an-Kopf-Rennen für den Sieg und das Podium.

Am Ende entpuppte sich das Rennen als einer der engsten und spannendsten Kämpfe in der Geschichte des Langstreckensports, wobei Honda Endurance Racing in den letzten drei Minuten des Rennens hinter SRC Kawasaki den zweiten Platz einnahm.

Das Team musste zum Nachtanken in die Boxen fahren, um nicht kurz vor dem Podium an fehlendem Treibstoff zu scheitern, und übergab damit leider den obersten Platz auf dem Siegertreppchen an die Gegner. Nicht einmal eine 10-minütige Safety-Car-Phase, 15 Minuten vor Ende des Rennens, hätte den Traum vom Sieg beim 24-Stunden-Motorradrennen Wirklichkeit werden lassen können. Doch auch der zweite Platz ist ein großer Erfolg für das Team, das mit einer völlig neuen Crew und einer Neuentwicklung der Honda CBR1000RRR Fireblade SP2 an den Start ging.

Es war auch für das National Motos Honda-Team ein starkes Rennen auf der Fireblade #55. Das Trio mit Emeric Jonchiere, Stéphane Egea und Baptiste Guittet war auf dem 25. Platz gestartet und landete mit einem achten Platz unter den Top-10.

Der amtierende Langstrecken-Weltmeister F.C.C. TSR Honda France hatte bei dem diesjährigen Rennen in Le Mans kein Glück, da Mike di Meglio frühzeitig einen Unfall erlitt und das Team damit zurück auf die hinteren Rangplätze warf. Die Fireblade wurde in Rekordzeit instandgesetzt, um das Trio von di Meglio, Freddy Foray und Josh Hook wieder auf Kurs zu bringen und ihr Verfolgungsrennen fortzusetzen.

F.C.C. TSR Honda France hatte sich gerade auf Platz acht in der Rangliste gekämpft, als sie auf ein weiteres Problem stießen, bei dem die komplette Bremsanlage ausgetauscht und erneuert werden musste. Das Team ging allein mit Foray wieder auf die Strecke und kollidierte bei einem Rennunfall mit einem anderen Fahrer. Das Motorrad rutschte entlang der Strecke, woraufhin die Motorabdeckung beschädigt wurde und Öl austrat. Das Team arbeitete weiterhin hart daran, nicht nur das Loch zu reparieren, sondern auch die Innenteile zu ersetzen. Dies bedeutete jedoch einen Verlust von weiteren zwei Stunden in der Box.

Auch wenn diese Rückschläge keinerlei Aussicht auf WM-Punkte versprachen, gab das Team nie auf und schickte das Motorrad zurück, um seine Ausdauer und Zähigkeit auch am Ende des Rennens unter Beweis zu stellen – und so fuhr F.C.C. TSR Honda France den 35. Platz in der offiziellen Rangliste des Rennens ein.

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