06 Jan 2017 ID: 100964

Honda enthüllt bei CES 2017 das «Cooperative Mobility Ecosystem»

Honda enthüllt bei CES 2017 das «Cooperative Mobility Ecosystem»

Satigny, 6. Januar 2017 – Bei der CES 2017 in Las Vegas stellte Honda erstmals sein Cooperative Mobility Ecosystem-Konzept vor, das die Vorteile von künstlicher Intelligenz, Robotertechnik und Big Data vereint, um die Mobilitätserfahrung der Zukunft neu zu gestalten und die Lebensqualität der Kunden zu verbessern. Mit einer Reihe von Vorführungen zu seinen Prototypen und der Konzepttechnologie veranschaulicht das Honda Konzept bei der CES eine Zukunft, in der Fahrzeuge untereinander kommunizieren und eine Infrastruktur aufbauen, die Staubildung und gefährliche Verkehrssituationen minimieren und dabei gleichzeitig die Produktivität der Verkehrsteilnehmer steigern sowie eine neue Art von Unterhaltung im Fahrzeug bieten soll. Wenn die Fahrzeuge nicht von ihren Besitzern genutzt werden, stehen autonome Dienste für eine neue Wertschaffung zur Verfügung.


Darüber hinaus hat Honda im Rahmen der vom Honda Technikzentrum in Silicon Valley initiierten Open-Innovation-Programme «Honda Developer Studio» und «Honda Xcelerator» die Zusammenarbeit mit Visa, DreamWorks Animation und innovativen Start-up-Unternehmen angekündigt.

 

Passend zu seinem «Cooperative Mobility Ecosystem»-Thema präsentierte Honda den Honda NeuV, ein elektrisches, autonomes Konzeptfahrzeug mit einer mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteter «Emotion Engine» und einem automatischen persönlichen Assistenten, um Kunden neue Möglichkeiten der menschlichen Interaktion und Wertschaffung zu bieten.

Der globale Anbieter von Mobilitätslösungen stellte auch erstmalig den Honda Moto Riding Assist vor, ein Konzept-Motorrad, das mithilfe der Robotertechnologie von Honda das Gleichgewicht behält. Besucher des Honda Messestandes (LVCC, North Hall – 7312) können die Robotertechnologie von Honda hautnah erleben und den UNI-CUB, die selbststabilisierende persönliche Mobilitätshilfe des Unternehmens, selbst «probefahren».

 

«Seit unserer Gründung hat sich Honda auf die Entwicklung von Technologien konzentriert, die Menschen unterstützen», sagte Yoshiyuki Matsumoto, Präsident und CEO der Honda R&D Co., Ltd. «Unser Ziel ist es, einen technologischen Weg in die Zukunft zu weisen, der Mobilität neu definiert.»

 

Nachfolgend werden die von Honda bei der CES 2017 vorgestellten Produkte und Technologiekonzepte zusammengefasst:

 

Honda Riding Assist Motorrad

Honda feierte bei der CES die weltweite Premiere seiner Moto Riding Assist-Technologie, welche die Robotertechnologie von Honda nutzt, um ein selbststabilisierendes Motorrad zu bauen, das die Gefahr des Umkippens im Stand auf ein Minimum reduziert. Anstatt wie von anderen Herstellern angekündigt auf Gyroskope zurückzugreifen, die das Gewicht deutlich erhöhen und das Fahrerlebnis beeinflussen würden, verwendet der Moto Riding Assist von Honda die ursprünglich für die persönliche Mobilitätshilfe des Unternehmens entwickelte Technologie, den UNI-CUB.

 

Honda NeuV

Der NeuV (wie «New-V» ausgesprochen), kurz für «New Electric Urban Vehicle», ist ein Konzeptfahrzeug, das speziell entworfen wurde, um Kunden neue Möglichkeiten zu bieten und wurde unter der Prämisse entwickelt, dass private Fahrzeuge in 96 Prozent der Zeit nicht genutzt werden. Der NeuV greift die Frage auf, wie durch die Entwicklung eines autonomen, gemeinschaftlich genutzten Fahrzeugs, das Kunden an lokalen Zielorten aufsammelt und wieder absetzt, neue Werte für den Besitzer geschaffen werden können, wenn dieser sein Fahrzeug nicht benötigt. Der NeuV kann auch in Phasen erhöhten Bedarfs Energie in das Stromnetz zurückspeisen, wenn er nicht genutzt wird. Diese Funktionalitäten bieten das Potenzial, neue Geschäftsmodelle für Unternehmenskunden zu schaffen.

 

 

«Wir haben den NeuV speziell entworfen, um dem Besitzer durch die Optimierung und gewinnbringende Nutzung des Fahrzeugs in Stillstandszeiten Vorteile zu ermöglichen», so Mike Tsay, Haupt Designer von Honda R&D America.

 

Der NeuV funktioniert darüber hinaus als ein durchdachter und nützlicher Assistent mit künstlicher Intelligenz und einer «Emotion Engine», einer neuen von Honda und SoftBank (cocoro SB Corp.) entwickelten Technologie. Unter dem Namen HANA (Honda Automated Network Assistant) lernt die Emotion Engine bei der Verwendung im NeuV vom Fahrer, indem sie die Emotionen hinter den Entscheidungen des Fahrers analysiert und anschließend basierend auf vergangenen Entscheidungen neue Vorschläge und Empfehlungen ausgibt. HANA kann das emotionale Befinden des Fahrers prüfen, je nach Stimmungslage Musiktitel vorschlagen und den Fahrer bei seiner täglichen Fahrroutine unterstützen.

 

Der NeuV verfügt über eine vollständige Touch-Panel-Schnittstelle, die sowohl Fahrer als auch Beifahrer ein unkompliziertes und komfortables Fahrerlebnis bietet. Das Fahrzeug ist mit zwei Sitzen, einem Gepäckraum im Heck und einem elektrischen Skateboard für den «letzten Kilometer» ausgestattet. Zudem überzeugt der NeuV dank einer umlaufenden Panorama-Windschutzscheibe mit einer hervorragenden Aussensicht und einer steil abfallenden Seitenlinie, die das Manövrieren zu einem Kinderspiel machen.

 

Safe Swarm

Honda präsentierte bei der CES auch sein «Safe Swarm»-Konzept, das Biomimikry nutzt, indem es das Verhalten eines Fischschwarms nachahmt, und das Fahren dadurch noch sicherer, effizienter und angenehmer macht. Bei der Vorführung des Safe Swarm-Konzepts von Honda tauchen die Besucher in eine Welt ein, in der die Fahrzeuge auf der Strasse mittels DSRC (Dedicated Short Range Communications) untereinander kommunizieren, um die Fahrer bei komplexen Verkehrssituationen zu unterstützen. Dank des Safe Swarm-Konzepts bewegen sich Fahrzeuge in gegenseitiger Abstimmung, wodurch eine effizientere, stressfreiere und letztlich kollisionsfreie Mobilität gewährleistet wird.

 

«Das autonome Zeitalter ist eingeläutet und Honda arbeitet wie alle anderen Automobilhersteller daran, diese Technologie zu vertiefen und auszubauen, um unser Ziel einer kollisionsfreien Gesellschaft bis 2040 zu erreichen», sagte Frank Paluch, Präsident von Honda R&D America. «Durch die Nutzung von Vehicle-to-Vehicle- und Vehicle-to-Infrastructure-Kommunikationssystemen sowie mithilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz, arbeitet Honda mit seinen Partnern weiter daran, ein Umfeld mit vorhersehbaren und beherrschbaren Rahmenbedingungen zu schaffen, in dem Kollisionen vermieden werden können.»

 

Honda UNI-CUB

Die auf der CES vorgestellte selbststabilisierende, persönliche Mobilitätshilfe, UNI-CUB von Honda, steht Besuchern zum Testen zur Verfügung. Durch einfache Gewichtsverlagerung kann der Fahrer im Sitzen die Geschwindigkeit kontrollieren, die Richtung ändern und anhalten. Anfang dieses Jahres öffnete das Unternehmen das API des UNI-CUB, um eine Softwarelösung zu finden, über die das Gerät von einem Smartphone und anderen Geräten aus gesteuert werden kann. Ziel dabei ist es, den Menschen neue Anwendungsmöglichkeiten und Funktionalitäten zu bieten. Durch seine Fähigkeit, sich frei vorwärts, rückwärts, seitwärts und diagonal zu bewegen, lässt sich der UNI-CUB schnell und einfach zwischen Menschen hindurch manövrieren.

 

Open Innovation und Zusammenarbeit

In der Fortsetzung seiner Open Innovation- und Partnerschaftsinitiativen kündigte Honda gleichzeitig auch die Zusammenarbeit mit Unternehmern, Start-up-Firmen und globalen Technologie-Marken über das Honda Technikzentrum in Silicon Valley an.

 

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Visa
– Aufbauend auf dem beim Mobile World Congress mit Visa als Partner vorgestellten mobilen Zahlungssystem des Unternehmens erbrachte Honda bei der CES zwei Konzeptnachweise. Diese Demonstrationen werden zum ersten Mal mit den Infrastruktur-Partnern Gilbarco Veeder-Root und IPS Group umgesetzt. Die Demonstrationen zeigen die einfache und bequeme Zahlung von Produkten und Dienstleistungen, wie beispielsweise Kraftstoff und öffentliche Parkplatzgebühren, aus der komfortablen und sicheren Umgebung des Fahrzeugs heraus.

 

DreamWorks Animation – In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit DreamWorks Animation entwickelt Honda eine neue Cross-Plattform für Augmented- und Virtual Reality-Inhalte und Lösungen für das Erlebnis im Fahrzeug. Bei der CES stellte Honda eine Konzeptnachweisversion seines Dream Drive in-car Virtual Reality-Prototypen mit exklusiven DreamWorks Animation-Inhalten vor.

 

Vocal Zoom – Im Rahmen seines Honda Xcelerator Programms arbeitet Honda mit Vocal Zoom an der Nutzung seiner optischen Mikrofon-Technologie für das Erlebnis im Fahrzeug. Der optische Sensor von Vocal Zoom liest die von der Stimme des Sprechers erzeugten physikalischen Schwingungen und ermittelt zusätzliche Stimmlagendaten, die mit einem traditionellen akustischen Mikrofon alleine nicht erzielt werden können. Durch diese zusätzlichen Informationen erhöht sich die Fähigkeit des Bordcomputers zur Erkennung von Sprachbefehlen um ein Vielfaches, besonders in sehr lauten Umgebungen.

 

LEIA Inc. – Durch eine weitere Honda Xcelerator Partnerschaft mit LEIA hat Honda ein neues Konzept für die Fahreranzeige entwickelt, das mittels der Nanotechnologie von LEIA dreidimensionale Bilder mit einem nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Blickwinkeln für die Warn- und Fahrassistenzsysteme ermöglicht. Auch wenn 3D bei einem fehlerhaften Design ablenkend sein kann, bietet der nanotechnologische Ansatz von LEIA eine Bildtiefe mit natürlichem Gefühl. Honda plant eine Reihe von möglichen Anwendungsgebieten dieser Technologie, angefangen bei der Navigation bis hin zu Verkehrsinformationen.

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